Bürgerverein besucht Top-Aluminiumproduzent TRIMET in Essen

Im Rahmen der Exkursionsreihe „Stationen deutscher Industriekultur“ konntenam 27.März knapp zwei Dutzend Mitglieder des Bürgervereins Meckenheim den Aluminiumproduktionsstandort der Firma TRIMET in Essen besuchen. Bei dieser Firma handelt es sich um ein innovatives, mittelständisches Familienunternehmen, das erst 1985 gegründet wurde und heute mit insgesamt ca. 3.200 Mitarbeitern an verschiedenen Standorten in Deutschland eine führende Stellung in der Aluminiumproduktion einnimmt.

Neben umfassenden Informationen zum Metall Aluminium und dessen vielfältiger Verwendung, konnten sich die Besucher einen Eindruck über den höchstanspruchsvollen Produktionsprozess verschaffen. Dazu gehörte der Produktionsablauf in der Elektrolyse mir 360 Schmelzöfen und die angrenzende Großgießerei zur Formung von Press- und Walzbarren sowie anderen Formen in unterschiedlichsten Legierungen entsprechend der jeweiligen Kundenwünsche. Pro Jahr werden in Essen 165.000 Tonnen Elektrolysealuminium produziert, wobei ca. ein Drittel aus Aluminiumschrott gewonnen wird. Für diesen Produktionsumfang ist ein Energiebedarf in der Größenordnung des Gesamtbedarfs der Stadt Essen erforderlich.

 

GRUPPENBILD TRIMET Trimet

Das hier gefertigte Aluminium ist ein unverzichtbarer Ausgangswerkstoff für viele Produkte, die in vielfältiger Weise - und zum Teil durch andere Werkstoffe nicht ersetzbar – unseren Alltag bestimmen. Dies ist z.B. im Haushalt bei Verpackungen, in der Kosmetik, in der Stromversorgung und insbesondere zur Gewichtsreduzierung im Kraftfahrzeug- und Flugzeugbau nicht mehr wegzudenken. Immerhin enthält jeder PKW 150 – 600 kg Aluminium. Statistisch „verbraucht“ jeder Bundesbürger ca. 40 kg dieses Metalls pro Jahr. Aber – und auch dies wurde bei diesem Besuch deutlich – Aluminium „verschrottet“ nicht, Aluminium ist zu 100 % recycelbar!

Angesicht der vielfältigen und nicht substituierbaren Verwendungsmöglichkeiten von Aluminium in unserem täglichen Leben, wurde deutlich, wie wichtig Produktionsstätten dieser Art in Deutschland sind, um eine strategische Abhängigkeit von anderen „günstiger“ produzierenden Ländern zu vermeiden.

Autor: Lothar Schulz

Fotos: Klaus-Peter Treche und Dr. Georg Steinmeister